Cisterscapes-Projekt am 29./30. Juni 2026
mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 7 und 8 des Salzach-Gymnasiums

Am ersten Tag fiel der für den im Bereich des Hohenacker Sees geplante Projekttag wortwörtlich ins Wasser. Stattdessen fand eine Informationsveranstaltung über das von den einstigen Maulbronner Zisterziensermönchen angelegte Wassersystem statt. Frauke Schütz und Martin Ehlers von der bei der Stadt Maulbronn angegliederten Cisterscapes-Einzelstätte Maulbronn/Stromberg stellten den Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 das bedeutende Wassersystem vor. Dieses hatte eine wichtige Funktion während und infolge der mittelalterlichen Warmzeit, die auch als Klimaanomalie (ca. 950 bis 1250 n. Chr.) bezeichnet wird. In dieser Phase herrschte eine überdurchschnittliche Wärme und bisweilen Trockenheit, die sich auch auf unsere Region auswirkte, und eine wohldurchdachte Nutzung des vorhandenen Wassers in hohem Maß erforderlich machte. Ein über Jahrhunderte angelegtes Netz an Wassergräben und Kanälen verband die Weiher auf der Maulbronner Gemarkung miteinander, deren Wasser in die Salzach abfloss, um dann im Tal die größten Gewässer mit Staudämmen anzuschwellen.
Der zweite Projekttag mit den Klassen 7 konnte nun mit im Wechsel in drei Modulen erfolgen: Frauke Schütz und Martin Ehlers führten rund um den Hohenacker See, um gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern das dort noch vorhandene Wassersystem zu erkunden, das sich zu einem speziellen Lebensraum entwickelte. Aufgrund seiner ihn umgebenden Flora und Fauna ist der Hohenacker See ein besonders sensibler Bereich innerhalb der Maulbronner Klosterlandschaft, der besonders geschützt und gepflegt werden muss.
Parallel zu den Führungen wurde unter fachgerechter Anleitung von Revierförster Ulrich Klotz ein Teil des sogenannten „Mühlgrabens“ gesäubert, der südlich des Waldweihers vorbeigeführt wird, um wiederum dem Roßweiher zusätzliches Oberflächenwasser zuzuführen. Da über Wasser aus dem Roßweiher, den längst trocken gelegten Binsensee und den Tiefen See die Klostermühle betrieben wurde, bekam der erwähnte „Mühlgraben“ seine Bezeichnung.
Für die Vorbereitung und Begleitung der Projekttage gilt wieder einmal mehr Revierförster Ulrich Klotz besonderer Dank – ebenso zu danken ist vom Salzach-Gymnasium den Lehrinnen Hummel, Lampert und Wilhelm sowie den Lehrern Dörr, Bomar, Lindauer und Walz sowohl für ihr Engagement als auch das gute Zusammenwirken.


