Vernissage
icon.crdate28.05.2026
Die Kunstausstellung von Astrid Brüstle – „… ich mach mal Licht“ zog zahlreiche Interessierte an
Die Kunstausstellung von Astrid Brüstle – „… ich mach mal Licht“ zog zahlreiche Interessierte an
Am Freitag, 22.05.2026, eröffnete Bürgermeister Aaron Treut die diesjährige Kunstausstellung im ehemaligen Fruchtkasten des Klosters Maulbronn. Rund 200 Gäste folgten der Einladung. Licht ist das zentrale Motiv, das Astrid Brüstle in ihren Werken vielschichtig interpretiert. Die erste Begegnung des Bürgermeisters mit der Künstlerin fand bereits auf dem Fleckenfest 2023 statt – ein Moment, der ihm erste Einblicke in ihr Schaffen eröffnete. Das Zusammenspiel aus grafisch‑abstrakten Elementen und gegenständlichen Formen mache, so Bürgermeister Treut, den besonderen Reiz ihrer Kunst aus.
Mit Astrid Brüstles Arbeiten – ebenso wie im Vorjahr mit der Glaskunst von Kerstin Müllerperth – erlebe die Maulbronner Kunstszene seit der Ära von Dr. Eberhard Frank einen inspirierenden Generationenwechsel, geprägt von frischem Wind und neuen Ideen. „In einer Welt voller KI, Algorithmen und Dauerbeschallung bleibt eines sicher: Kreativität ist und bleibt menschlich“, betonte der Bürgermeister. Er dankte der Künstlerin, die mit ihren Werken buchstäblich Licht in den Alltag bringe. Sein Dank galt ebenso Dietmar Pfeifer für seine tatkräftige Unterstützung sowie den Mitarbeitenden des Rathauses, die die Ausstellung ermöglichten und zum Gelingen der Vernissage beitrugen. Für die musikalische Begleitung sorgte das Duo „Blindside“ mit Maren Schmidt und Oliver Welz.
Stadtarchivar Martin Ehlers hielt die Laudatio – und brachte eine besondere Überraschung mit. Er kennt Astrid Brüstle noch aus ihrer Zeit im Maulbronner Rathaus, wo ihr künstlerisches Talent bereits sichtbar wurde. So entstanden zwei Serien von Moritatenbildern, die 1992 das Theaterstück „Maulbronner Szenen und Moritaten aus dem Jahre 1892“ zur Eröffnung des Klosterfestes illustrierten. Ein Film der damaligen Aufführung sorgte für heitere Momente. Die Bilder wurden damals zugunsten eines wohltätigen Zwecks versteigert. Außerdem verlieh Astrid Brüstle den Maulbronner Maskottchen „Mönch Maier und Muli“, die von Andreas Felchle und Martin Graf ins Leben gerufen wurden, ihr charakteristisches Aussehen – sie schmücken bis heute die Etiketten des Maulbronner Stadtweins.
Über das Motiv des Lichts spannte Stadtarchivar Ehlers den Bogen zum Kloster Maulbronn. Licht galt und gilt als Symbol für Hoffnung und Zuversicht und ist tief in religiösen Traditionen verankert. In der Lichtmetaphysik der Zisterzienser spiegeln die Schattenspiele im Paradies – der Vorhalle der Kirche – sowie die architektonische Vollendung des Kreuzgangs die spirituelle Bedeutung des Lichts wider, das seine Vollkommenheit in der inneren Erleuchtung findet.
Astrid Brüstles Talent und ihr feines Gespür für Formen und Farben entwickelten sich kontinuierlich weiter – unter anderem durch Kurse an der Freien Kunstakademie arte fact in Bonn sowie durch Intensivstudien bei Künstlern und Dozenten wie Volker Altrichter und Prof. Thomas Egelkamp. Ihre Werke waren bereits in Bonn, Köln, Illingen, Neckarsbischofsheim und Valdahon zu sehen.
Astrid Brüstles Bilder wirken zugleich kraftvoll und einfühlsam. Sie strahlen eine lebendige Energie aus, die auch das Wesen der Künstlerin widerspiegelt – ein Licht, das anzieht. Das zeigte sich nicht zuletzt am großen Interesse zur Ausstellungseröffnung. Auch die Maulbronner Bürgermeister a.D. Dieter Dziellak (am Vortag der Vernissage) und Andreas Felchle sowie Illingens Bürgermeister und Brüstles aktueller Vorgesetzter, Armin Pioch, ließen es sich nicht nehmen, die Werke zu betrachten.
Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich in jedem Fall. Tanken Sie Licht noch bis zum 07.06.2026: werktags von 13–17 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 11–17 Uhr in der Stadthalle Maulbronn (Klosterhof 6, 75433 Maulbronn).





